Wenn etwas den Drahtziehern im Hintergrund zuwiderläuft, dann ist immer Russland schuld daran, sei es der Brexit oder sei es die Katalonien-Krise. Dass sich keine Beweise für eine Einmischung Russlands finden lassen, spielt dabei keine Rolle. Auf einen, der sich mit seinem Milliardenvermögen regelmäßig in die Angelegenheiten von Ländern, die sich der „New World Order“ widersetzen, einmischt, richtete nun Nigel Farage die Aufmerksamkeit. Bei einer Rede vor dem Plenum des EU-Parlaments forderte der Vorsitzende der Fraktion Europa der Freiheit und der direkten Demokratie, die Finanzflüsse des Spekulanten George Soros zu untersuchen.

Wörtlich sagte der langjährige ehemalige Vorsitzende der britischen Unabhängigkeitspartei UKIP, wenn es um geheime internationale Absprachen gehe, dann „schauen wir auf den falschen Platz“. Laut Farage sei Soros‘ Einfluss in Brüssel „wahrhaftig außergewöhnlich“. Außerdem fürchtet der britische Abgeordnete, „dass wir auf die höchste Ebene von internationaler politischer Absprache in der Geschichte blicken könnten“.

Farage wirft Soros vor, mit seinen Milliarden die EU zu unterstützen, um die Nationalstaaten zu schwächen: „Wenn wir über Geld in Steueroasen sprechen, wenn wir über politische Subversion sprechen, wenn wir über Geheimabsprachen sprechen, dann frage ich mich, ob wir auf den falschen Platz schauen. Und ich sage das, weil George Soros kürzlich der Open Society (Stiftung), die selbstverständlich Kampagnen für die Personenfreizügigkeit und für supranationale Strukturen wie der Europäischen Union 18 Milliarden Dollar gab.“ Der britische EU-Gegner wies auch darauf hin, dass sich die Open Society-Stiftung damit brüstet, im vergangenen Jahr 42 Treffen mit der Europäischen Union abgehalten zu haben und ein Buch herausgegeben hat, in dem sich die Namen von 226 „Freunden“ im Europäischen Parlament, auf die man sich verlassen könne, zu finden sind.

 

[Text: B. T.; Bild: Gage Skidmore/flickr]