Man sollte es nicht für möglich halten. Auch der ORF scheint nun seiner Pflicht nachzukommen, die Öffentlichkeit über die tatsächlichen Bedrohungsszenarien zu informieren.

In der ZIB 1 wurde ein Bericht gesendet in dem die Drogenproblematik in Österreich beleuchtet wurde. Seit mit 1. Juni das neue Drogengesetz in Kraft ist, hat die Polizei wieder mehr Möglichkeiten der Drogenkriminalität in der Öffentlichkeit Herr zu werden. Es gab über 3.000 Anzeigen. In Wien, Graz und Linz konnten hunderte Straßenhändler festgenommen werden. Über drei Viertel wurde die Untersuchungshaft verhängt. Die Begründung: „Es bestehe Fluchtgefahr, denn fast 90 Prozent sind Asylwerber aus Afrika.“

Ob diese, erstmals die Sache beim Namen nennende, Berichterstattung in der ORF-Redaktion „durchgerutscht“ ist, oder ob hier die bevorstehende Wahl des Generaldirektors ihre Schatten voraus wirft, wird zu beobachten sein.

Bisher jedenfalls war der ORF stets bemüht, „political correctness“ zu pflegen und die Herkunft der Drogendealer nicht zu nennen. Schon gar nicht aber durfte ein schlechtes Licht auf Asylwerber geworfen werden, zumal dies ja Strache und der FPÖ helfen könnte, die immer wieder vor dem Asylmissbrauch gewarnt hatten. Andererseits tritt damit die Verantwortungslosigkeit all jener Politiker zutage, die für eine „Offene-Grenzen-Politik“ eingetreten sind, wie Van der Bellen und seine Grünen oder Teile der SPÖ.

 

[Text: W. T.; Bild: Frank Liebig/wikimedia.org]