Von Gesetzes wegen ist der ORF zur Unabhängigkeit und Objektivität verpflichtet. Die Zwangsgebührenzahler sind jedoch anderer Meinung. Laut einer vom Nachrichtenmagazin „profil“ vom Meinungsforschungsinstitut unique Research durchgeführten Umfrage sind 46 Prozent der Befragten der Meinung, dass es in der Berichterstattung des ORF eine parteipolitische Bevorzugung gibt. Dabei sehen 36 Prozent der Befragten eine Bevorzugung der SPÖ, 15 Prozent der ÖVP, acht Prozent der Grünen und sechs Prozent der FPÖ. Hingegen glauben nur 28 Prozent, dass die Küniglbergler alle Parteien gleich behandeln.

Überraschend kommt das Ergebnis der Umfrage freilich nicht. Schließlich ist der Staatssender fest in linker Hand. So brachten es bei der Wahl des Zentralbetriebsrates im Februar 2016 die ziemlich weit links stehende „Liste Unabhängige“ sowie die als SPÖ-nahe geltende „Liste Miteinander“ auf jeweils vier Mandate, drei Mandate gingen an die ÖVP-nahe Liste „Unser ORF“. Eine Folge dieser nicht zu übersehenden politischen Schlagseite ist eine gegen die Freiheitlichen gerichtete Berichterstattung.

Wie die Berichterstattung, insbesondere im nun anlaufenden Wahlkampf, zeigt, zeichnen sich auch die Privatsender durch eine Anti-FPÖ-Linie aus. Aber diese finanzieren sich nicht aus Zwangsbeiträgen, außerdem sind sie gesetzlich nicht zur Objektivität verpflichtet.

 

[Text: B. T.; Bild: Thomas Ledl/wikimedia.org]