Die Masseneinwanderung der letzten Jahre macht sich auch in den bundesdeutschen Gefängnissen bemerkbar. Fast jeder dritte (32 Prozent) der insgesamt 50.957 Häftlinge ist ein Ausländer, wie die Zeitung „Die Welt“ unter Berufung auf das Statistische Bundesamt berichtete. Zum Vergleich: In der Bundesrepublik Deutschland beträgt der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung rund zwölf Prozent. Zudem ist ein kontinuierlicher Anstieg ausländischer Häftlinge während der letzten Jahre zu verzeichnen. Waren 2011 13.232, so waren 2018 (Stichtag 31. März) bereits 16.267 Gefängnisinsassen mit einer anderen als der deutschen Staatsbürgerschaft zu verzeichnen.

Lohnend und aufschlussreich ist auch ein Blick auf die Verurteilungsstatistik für das Jahr 2017. Im Vergangenen Jahr wurden 233.065 Ausländer wegen einer Straftat verurteilt, was 32,5 Prozent aller Verurteilungen entspricht. Besonders hoch ist der Ausländeranteil bei den Verurteilungen bei den Delikten sexueller Übergriff/sexuelle Nötigung/Vergewaltigung (44,3 Prozent), Mord und Totschlag (45,9 Prozent), Diebstahl und Unterschlagung (44,7 Prozent) sowie Urkundenfälschung (46,3 Prozent).

Bei den Zahlen des Statistischen Bundesamtes fällt noch etwas auf: 252 der insgesamt 606 wegen sexuellem Übergriff/sexueller Nötigung/Vergewaltigung verurteilen Ausländer waren unter 25 Jahre alt. Und bei der Deliktgruppe Raub und Erpres­sung handelte es sich bei 1.319 der insgesamt 2.488 verurteilten Ausländer um Jugendliche oder junge Erwachsene, was einer Quote von 53 Prozent entspricht.

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia/Mattes; Lizenz: Public Domain]