George Orwell hätte sich das nicht einmal träumen lassen. Als sein 1949 erschienener Roman „1984“ den totalen Überwachungsstaat vorhersagte, war natürlich noch keine Rede von den technischen Möglichkeiten, die die Informationstechnologie und nun auch noch die Unterhaltungselektronik heute liefern.

Mit den sogenannten Startfernsehern, die, ähnlich den Smartphones, über eine Reihe zusätzlicher Ausstattungseinrichtungen verfügen, können alle Gespräche, die in dem Raum, in dem sich der Fernseher befindet mitgehört werden. Einzige Voraussetzung dazu ist, dass die Spracherkennungsfunktion des Gerätes eingeschaltet ist. Damit kann die Steuerung des Fernsehers akustisch vorgenommen werden. Worauf die stolzen Besitzer dieser Geräte aber nicht achten ist, dass nicht nur sämtliche Geräuschdaten aufgezeichnet werden, sondern, daß diese auch an „Drittanbieter“ weitergeleitet werden. So zumindest ist es den Nutzungsbedingungen der Geräte von „Samsung“ zu entnehmen.

Wer allerdings diese „Drittanbieter“ sind, wurde von Samsung nicht mitgeteilt. Von der US-Netzseite „Daily Beast“ dazu befragt, gab der Hersteller lediglich bekannt, dass die Datenübertragung verschlüsselt sei, damit sie von „Fremden“ nicht abgefangen werden können.

 

W. T.

 

 

(Bild: Samsung)