Eine hinterfragenswerte Spendenpolitik scheint das deutsche Umweltministerium zu verfolgen. Denn laut der aktuellen Spendenliste der „Clinton Foundation“ flossen im dritten Quartal 2016 bis zu fünf Millionen Dollar an die Stiftung der Familie Clinton – also zu jener Zeit, als Hillary Clinton im Wahlkampf um das US-amerikanische Präsidentenamt stand. Doch das Bundesumweltministerium sieht darin kein Problem. Man nehme „grundsätzlich keine Spenden vor“, sagte ein Sprecher der Zeitung „Die Welt“.

Bei dem Betrag handle es sich vielmehr um „Finanzierungen im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative“, so das von der SPD geführte Umweltministerium. Demnach seien Steuergelder unter anderem zur „Unterstützung von Forst- und Landschaftsrenaturierung in Ostafrika“ geflossen. Dabei handle es sich ein Projekt, das mit deutscher Kofinanzierung „unmittelbar von der Clinton Foundation in Kenia und Äthiopien durchgeführt“ werde. Zudem meint der Sprecher des Umweltministeriums, die Erfahrungen mit familieneigenen Stiftung der Clintons seien „bisher positiv“ gewesen.

Tatsächlich wird die Clinton-Stiftung immer wieder mit schweren Korruptionsvorwürfen konfrontiert. So sollen großzügige Spender zu der Zeit, als Hillary Clinton Außenministerin war, problemlos einen Termin im State Department bekommen haben. Ein anderer Vorwurf lautet, dass Spendengelder für den Wiederaufbau in Haiti nach dem schweren Erdbeben 2010 in dunklen Kanälen versickern sind.

Somit stellt sich die Frage, warum das deutsche Umweltministerium bei Öko-Projekten ausgerechnet mit der Clinton-Stiftung und nicht mit anderen, nicht in den Schlagzeilen stehenden Einrichtung zusammenarbeitet. Vielleicht deshalb, weil Donald Trump unbedingt als Präsident verhindert werden sollte?

 

[Text: B. T.; Bild: wikimedia.org]