Das nennt man Asylmissbrauch. Viele in der Schweiz lebende sogenannte Flüchtlinge aus Eritrea fliegen in den Heimaturlaub, wie die „Basler Zeitung“ berichtet. Die im Asylverfahren vorgebrachte Behauptung der Eritreer, sie seien in ihrer Heimat einer „Verfolgung“ ausgesetzt, erweist sich somit als dreiste Lüge. Und die Annahme der Schweizer Behörden, dass Eritrea eine brutale Diktatur sei, weshalb Eritreer mit abgelehntem Asylantrag nicht zurückgeschickt werden dürfen, ist unhaltbar. Insgesamt leben in der Schweiz knapp 10.000 „Flüchtlinge“ aus dem Staat im Nordosten Afrikas.

Wie die „Basler Zeitung“ weiters schriebt, geht die Reise nicht direkt nach Eritrea, sondern in der Regel nach Istanbul oder in ein Nachbarland, etwa nach Äthiopien oder den Sudan, und dann von dort aus nach Eritrea. Die Hin- und Rückflugkosten nach Istanbul betragen derzeit 599 Franken, für die – da „Flüchtlinge“ aus Eritrea in der Regel von Sozialhilfe leben – die Schweizer Steuerzahler aufkommen. Die Sozialhilfe ist „offenbar so großzügig bemessen, dass es vielen möglich ist, damit in die Heimat zu reisen“, hält das Blatt fest.

Um reisen zu können, werden vielen Eritreern, weil diese angeblich keine eritreischen Pässe mehr besitzen, von den Kantonen eigene Reisedokumente ausgestellt. Die Dokumente werden auch Eritreern ausgestellt, deren Asylanträge zwar abgelehnt wurden, jedoch aufgrund „humanitärer“ Gründe in der Schweiz blieben dürfen. Berichten zufolge reisen aber etliche Eritreer, die ihren Pass angeblich „verloren“ haben, trotzdem mit einem eritreischen Reisepass in ihre Heimat. Die Reisedokumente werden von den eritreischen Auslandsvertretungen wie dem Konsulat in Genf ausgestellt.

Überhaupt drängt sich der Verdacht auf, dass der eritreische Staat den von seinen Bürgern in Europa begangenen Asylmissbrauch fördert, um an Devisen zu gelangen. So hebt der eritreische Staat über seine Botschaften und Konsulate eine „Diasporasteuer“ ein, wie die „Neue Zürcher Zeitung“ bereits im vergangenen Jahr berichtete. Und die Schweiz duldet diese Praxis.

 

[Text: B. T.; Bild: David Stanley/wikimedia.org]