Die Arbeitslosenzahlen in der Bundesrepublik Deutschland waren im November mit rund 2,6 Millionen Arbeitslosen, zumindest rein rechnerisch, auf einem Tiefstand. Immerhin waren das 84.000 weniger als noch Vergleichsmonat des Vorjahres. Um sich nun die schönen Zahlen nicht verderben zu lassen, will die Bundesagentur für Arbeit (BA) neue Wege gehen, immerhin rechnet sie für 2016 mit mindestens 130.000 arbeitslosen Flüchtlingen zusätzlich. Bei einer Million erwarteter Flüchtlinge in diesem Jahr sind schon diese niedrigen Zahlen eine Schönrechnerei, da Jugendliche oder nicht anerkannte Asylwerber bereits herausgerechnet sind.

Zudem geht man davon aus, dass 90 Prozent der Flüchtlinge vorerst auf Hartz-IV angewiesen sein werden und nicht sofort in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Daher soll nun das EDV-System der Agentur angepasst werden, um den Aufenthaltsstatus als Merkmal mit aufnehmen zu können. Der Vorteil für die Regierung an der Sonderstatistik dürfte darin liegen, dass sie bei der Arbeitslosenquote die Flüchtlingskrise herausrechnen könnte. Wie Zeitungen berichten, drängte auch das Kanzleramt darauf, die Statistik ohne Flüchtlinge zu berechnen.

„Aus Sicht der Bundesregierung ist dies ein entscheidender Schritt zur Verbesserung des bisher eingeschränkten Informationsstandes bezüglich Flüchtlingen in der Arbeitsmarktstatistik“, so das Arbeitsministerium. Die Bundesregierung bekommt damit die Möglichkeit, zwei unterschiedliche Arbeitslosenzahlen in die Öffentlichkeit zu kommunizieren.

Man darf nächstes Jahr also gespannt sein, mit welchen Zahlen die Bundesregierung schließlich versucht, dem Bürger die Vorteile der Massenzuwanderung schmackhaft zu machen.

 

 

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