Flüchtlinge und Asylanten kommen die Steuerzahler in der Bundesrepublik Deutschland teuer zu stehen. Die Bundesregierung, Länder und Gemeinden vereinbarten, dass der Bund seine Hilfen für die Bewältigung des Asylantenansturms aufstockt. Für heuer wird mit bis zu 450.000 neuen Asylanträgen gerechnet, was eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Nach der Vereinbarung soll die „pauschale Hilfe“ des Bundes im laufenden Jahr auf eine Milliarde Euro verdoppelt werden. Ab 2016 werde sich der Bund „strukturell und dauerhaft an den gesamtstaatlichen Kosten“ beteiligen, „die im Zusammenhang mit der Zahl der schutzbedürftigen Asylbewerber und Flüchtlinge entstehen“, hieß es weiter.

Wie der „Spiegel“ online berichtet, fordern die Länder nach Angaben aus Verhandlungskreisen vom Bund mehr als fünf Milliarden Euro zur Entlastung bei den Unterbringungskosten. Pro Asylbewerber würden Kosten von etwa 12.500 Euro veranschlagt. Bei in diesem Jahr von den Ländern erwarteten 450.000 Asylbewerbern würde dies bei voller Übernahme der Kosten Zahlungen des Bundes von 5,6 Milliarden Euro bedeuten. An anderer Stelle war auch von 14.000 Euro je Asylbewerber die Rede.

 

B. T.

 

 

(Bild: UNHCR/G. Welters)