Deutliche Anzeichen für eine nahe Abschaffung des Bargelds sieht der Dritte Nationalratspräsident und freiheitliche Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer: „Angesichts der Tatsache, dass ein großes österreichisches Bankinstitut bereits jetzt 500-Euro-Geldscheine nur noch für ‚eigene Kunden‘ wechselt, scheint die Abschaffung des Bargeldes immer näher zu rücken“, fürchtet Hofer, der auch auf Maßnahmen skandinavischer Länder sowie der Bundesrepublik Deutschland zur Einschränkung des Bezahlens mit Bargeld verweist.

Eindringlich warnt der freiheitliche Politiker vor den Folgen einer Bargeldabschaffung für jeden einzelnen Bürger. Wegen anhaltend niedriger Zinsen, verbunden mit der hohen Verschuldung europäischer Staaten, könne es in kurzer Zeit dazu kommen, dass – wie in der Schweiz zu Jahresbeginn – auch in Österreich die Zinsen auf Privatkonten in den Minusbereich rutschen, was de facto einer Enteignung gleichkomme. Hofer warnt deshalb: „Ohne Möglichkeit, das eigene Bargeld von der Bank zu holen, kommt es zu einer Enteignung der eigenen Bevölkerung.“

Der FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidat weist auch auf Erwägungen der Deutschen Bundesbank hin, die Bankgebühren zu erhöhen, was letzten Endes dazu führen würde, dass für die Behebung von Bargeld eine Gebühr zu entrichten wäre. Es ist bereits zwei Minuten vor Zwölf, was die Festschreibung des Bargeldes in der Verfassung betrifft“, mahnt Hofer, „herumlamentieren, zögern und zaudern geht nicht mehr, jetzt braucht es einen nationalen Schulterschluss, um die berechtigten Interessen der Österreicher gemeinsam zu erhalten. Ich kann daher nur nochmal an die Vertreter aller Parlamentsparteien appellieren, diesen wichtigen Schritt der Festschreibung des Bargeldes in die Verfassung mitzutragen und jenen neoliberalen Bestrebungen eine Abfuhr zu erteilen“.

 

[Text: B. T.; Bild: Parlamentsdirektion/WILKE]