Wo früher einst musikalische Größen wie die Scorpions, Status Quo, Uriah Heep oder Judas Priest gespielt haben, lungern heute unzählige Asylwerber herum. Wir sprechen nicht etwa von einer amerikanischen Großstadt, sondern vom Schwarzl Freizeitgelände südlich von Graz.
Das Schwarzl Freizeitzentrum war für die ansässige Bevölkerung sowie für viele Bürger im Umland und aus Graz seit Jahren das Naherholungsgebiet schlechthin. Damit war aber seit dem vergangenen Herbst Schluss, als der Betreiber des Schwarzl Freizeitzentrums das große Geld witterte, indem er einen Großteil seiner Anlage für die Bevölkerung schloss und sein Freizeitparadies in ein Flüchtlingsgetto verwandelte. Hohe Zäune mit Sichtschutz wurden errichtet und man führte busseweise Asylwerber auf das Gelände. Die dort ansässigen Gastronomen und Anbieter von Freizeitaktivitäten wurden einfach vor vollendete Tatsachen gestellt und ihr Geschäft wurde kurzerhand abgedreht. Das „Papa Jos´s“ wurde zur Flüchtlingsaufnahmestelle und alles andere rund um den See stellte seine Tätigkeiten ein.
Nachdem uns unzählige Beschwerden aus der dort ansässigen Bevölkerung erreichten und nachdem gerade in letzter Zeit wieder Gerüchte um die Freizeitanlage aufgekommen sind, haben wir beschlossen, uns selbst ein Bild vor Ort zumachen.
Laut Betreiber sollen die angeblichen Flüchtlinge bereits in ein paar Wochen wieder vom Gelände entfernt werden. Andere Quellen behaupten, dass das Gelände noch länger für „Flüchtlinge“ gesperrt bleiben soll.
Bei unserer Ankunft am Schwarzlsee entdeckten wir sofort die mit Sichtschutz ausgestatteten Zäune, von denen wir schon so viel gehört hatten. Ein vorbeigehendes Ehepaar fragten wir, ob sie wissen, ob der Zaun die Bevölkerung vor den Flüchtlingen oder die Flüchtlinge vor der Bevölkerung schützen soll. Die Dame zeigte umgehend auf die Eingangsschleuse des Lagers und sagte: „Da, schauen Sie selbst“, bevor das Paar verärgert weiterging. Wir beobachteten die Schleuse ein wenig und siehe da, nach und nach kamen immer mehr junge Männer aus der Anlage, die wir zweifelsfrei als Flüchtlinge identifizieren konnten, welche in alle Himmelsrichtungen spazierten. Etwas verblüfft näherten wir uns der Schleuse und sahen sofort große Plakate mit dem Symbol „Fotografieren verboten“. Daneben waren noch Hinweise für die angeblichen Flüchtlinge angebracht, die zu erklären versuchten, dass die Herrschaften doch bitte nicht auf die Autobahn gehen mögen.
Nachdem das Fotografieren innerhalb der Anlage sowieso verboten war, suchten wir nach einer erhöhten Position, von der man das Gelände einsehen konnte, und wenig überraschend sah man unzählige Männer, die auf dem Gelände herumlungerten. Die von der Innenministerin versprochenen vielen Frauen und Kinder konnten wir nicht sehen. Ab und zu sah man einmal vereinzelt eine Frau oder ein Kind, aber die überwiegende Mehrheit der Asylwerber bestand eindeutig aus Männern.
Nach einigen Fotos von der Anlage kam plötzlich ein Polizeifahrzeug angerauscht und fuhr auf das Gelände. Polizisten, Sanitäter und Security sammelten sich bei einem der Zelte und verhörten einen Mann. Immer wieder verschwanden Sanitäter und Wachpersonal in dem Zelt und tauchten dann wieder auf. Was in diesem Zelt passiert ist, konnten wir bis heute nicht in Erfahrung bringen. Sicher ist aber, dass die Polizei einen Mann mitnahm. Ein wahrlich komischer Zufall, dass wir ausgerechnet bei unserem Besuch all das mit eigenen Augen sehen konnten, wovon uns verärgerte Anrainer schon seit Monaten berichteten. Ständige Polizeieinsätze, Prügeleien unter den Asylwerbern, Schmutz, Müll und herumhängende Fetzen sowie unkontrolliert umherstreunende Männergruppen gehören anscheinend zur neuen Normalität in und um die Schwarzl Freizeitanlage.
Kein Wunder also, dass bereits viele Freizeitanbieter dem Betreiber der Schwazl Freizeitanlage die Partnerschaft gekündigt haben und abgewandert sind. Wir können nur hoffen, dass auch die ansässige sowie die Grazer Bevölkerung dem Betreiber dieses Asyllagers zeigen, dass sie nicht auf solche Unternehmer angewiesen sind und sich eine andere Freizeitanlage suchen.
Wir werden das Schwarzl Freizeitzentrum auf alle Fälle weiter im Auge behalten.

[Text: O.L. Bild: ZZ/Archiv]