Sind die Schlepperorganisationen direkt mit den NGOs vernetzt? Welche Rolle spielt eigentlich die EU-Grenzschutzagentur Frontex im Zusammenhang mit den Taxidiensten, die in den letzten Monaten von Libyen über das Mittelmeer in die EU für 10.000 Wirtschaftsflüchtlinge geleistet werden? Diese Fragen werden gegenwärtig heftig in den italienischen Medien diskutiert.

Die Vertreter der Fünf-Sterne-Bewegung von Beppe Grillo werfen den NGOs vor, tatsächlich Taxidienste zu leisten. Und Matteo Salvini, der Chef der Lega Nord, sieht Bestrebungen, durch gezielte Zuwanderung italienische Arbeitskräfte zu ersetzen. Der Staatsanwalt Carmelo Zuccaro wirft den Hilfsorganisationen bei Interviews und bei einer Parlamentsanhörung vor, dass Aussagen von Migranten und Telefonmitschnitte klar beweisen würden, dass die NGOs mit kriminellen Schlepperorganisationen zusammenarbeiten.

Fest steht jedenfalls, dass mit den Aktivitäten der NGOs und mit der laschen Haltung der EU-Behörde Frontex ein gewaltiger Anreiz für alle Auswanderungswilligen aus Schwarzafrika geboten wird. Südlich der Sahara glaubt man offenbar, dass die EU begierig sei, schwarzafrikanische Wirtschaftsflüchtlinge aufzunehmen. Das ist ein absolut falsches Signal und eine kriminelle Vorgehensweise gegenüber den europäischen Völkern.

 

[Text: A. M.; Bild: Frontex]