Für den ORF ist Putin an allem schuld

 

Der ORF, von Gesetzes wegen zur Objektivität verpflichtet, scheint den russischen Präsidenten Wladimir Putin für alles Üble in der Welt verantwortlich zu machen. Deutlich wurde das in der „ZiB 1“-Nachrichtensendung am 7. Oktober, als über den Krieg in Syrien berichtet wurde. In Bezug auf die russischen Luftangriffe gegen die Terrormiliz IS ließ Nachrichtensprecher Tarek Leitner die Zuschauer wissen: „Ohne Zweifel wird Putins Engagement in Syrien die Zahl der Flüchtlinge (nach Europa. Anm.) weiter erhöhen.“ Nach der am Küniglberg anscheinend herrschenden Logik müssen im Einflussgebiet des IS paradiesische Zustände herrschen.

Im Beitrag der „ZiB 1“ wurde dem Zuseher zudem vermittelt, dass „die Rebellen, die Assad schon lange bekämpfen, von den Amerikanern unterstützt werden“. Nicht erwähnt wurde jedoch, dass in der Vergangenheit die von den USA trainierten und ausgerüsteten Rebellen in Massen zu Islamisten wie dem IS oder der Al Nusra-Front übergelaufen sind. Und während das russische Engagement in Syrien negativ sei, wird jenes der USA offenbar als legitim betrachtet.

In dieses Bild passt es auch, dass im ORF-Radio wiederholt die Rede war, Russland habe „Angriffe gegen Syrien geflogen“. Luftangriffe westlicher Mächte, allen voran der USA, werden nach der Diktion des Staatsfunks hingegen nicht „gegen Syrien“ geflogen, sondern gegen Stellungen des IS.

 

 

Text: B. T.
Bild: Screenshot ORF