Felix Baumgartner ist bekannt dafür, dass er sich kein Blatt vor dem Mund nimmt und sich nicht um die Meinungsverbote der politischen Korrektheit kümmert. So kommentiert der Extremsportler im Magazin „Alles roger“ das Ergebnis der Nationalratswahl vom 15. Oktober und kommt dabei zu dem Schluss, dass der „große Sieger“ H.-C. Strache heißt, schließlich habe der FPÖ-Chef im Wahlkampf die Themenführerschaft übernommen. Für Baumgartner ist es eine gute Nachricht, dass ÖVP und FPÖ nach dieser Wahl fast 60 Prozent des Volkes auf ihrer Seite haben und dass „somit Rechts endgültig salonfähig geworden ist“.

Treffsicher analysiert Baumgartner auch das Abschneiden der Grünen und ihrer Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek: „Lunacek war angetreten, um H.-C. Strache zu verhindern, und hat sich dabei nichts als blaue Flecken geholt. Aber von der Grünen-Chefin hatte ohnehin keiner Bäume erwartet, die in die Höhe wachsen, so gesehen hat sie die Erwartungen der Wähler auch erfüllt.“

Schließlich sieht Baumgartner in der sich abzeichnenden schwarz-blauen Bundesregierung eine „Chance für ein besseres Österreich“. Der „Weltraumspringer“ meint nämlich, dass ÖVP-Chef Sebastian Kurz der von Strache wiederholt geforderten direkten Demokratie zustimmen müsse. Schließlich habe die Schweiz bewiesen, dass die direkte Demokratie funktioniert, und „genau dorthin muss Österreich in Zukunft auch geführt werden“. Alles andere wäre für Baumgartner nicht mehr zeitgemäß und auch keine Option.

 

[Text: B. T.; Bild: foto-net / Kurt Schorrer]