Domenico Lucano ist eine Ikone der Gutmenschen und Einwanderungsfreunde. Denn der Bürgermeister des kalabrischen Dorfes Riace hatte einen genialen Plan, die Abwanderung zu stoppen: Er ließ sogenannte Flüchtlinge, insbesondere aus Afrika und dem Nahen Osten, in Riace ansiedeln. Und dieses Engagement für den Bevölkerungsaustausch wurde natürlich honoriert. 2017 erhielt Lucano den mit 10.000 Euro dotierten internationalen Friedenspreis der Stadt Dresden.

Doch nun ist Schluss mit lustig: Lucano wurde festgenommen und unter Hausarrest gestellt. Die gegen den Bürgermeister erhobenen Vorwürfe wiegen schwer: Er soll die illegale Einwanderung begünstigt haben. Insbesondere soll Lucano zusammen mit seiner Partnerin Scheinehen zwischen Italienern und Einwanderern organisiert haben. Außerdem wird ihm rechtswidriges Verhalten bei der Vergabe von Aufträgen der Müllabfuhr vorgeworfen.

Entlarvend ist die Reaktion der italienischen Gutmenschenszene auf die Verhaftung Lucanos. „Die Regierung geht mit dieser juristischen Ermittlung (…) den ersten Schritt der Verwandlung von einer Demokratie in einen autokratischen Staat“, behauptet etwa der linke Autor und Einwanderungslobbyist Roberto Saviano. Oder anders formuliert: Aus Sicht der Gutmenschen stehen all jene, die sich für Masseneinwanderung und Bevölkerungsaustausch einsetzen, über dem Gesetz und sind strafrechtlich immun. Diese Auffassung bedeutet nichts anderes als eine Aushöhlung des Rechtsstaates.

Innenminister und Lega-Chef Matteo Salvini, der für die neue, konsequente Migrationspolitik Italiens steht, kommentierte auf Facebook die Festnahme von Lucano so: „Wer weiß, was jetzt Saviano und alle anderen Gutmenschen sagen, die Italien wieder mit Migranten füllen wollen.“

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia/Marcuscalabresus; Lizenz: CC BY-SA 4.0]