Es ist ein erneuter Beweis dafür, dass in der heimischen katholischen Kirche Fernstenliebe Vorrang hat vor der Nächstenliebe. Der Eisenstädter Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics hat einem Ansuchen der Landespolizeidirektion Burgenland, im südburgenländischen Moschendorf auf kirchlichen Grundstücken einen Grenzzaun zu Ungarn zu errichten, eine Absage erteilt. Zwar sei sich der Kirchenmann der „schwierigen Lage und der Verantwortung des Staates bewusst“, allerdings könne er aus „Gewissensgründen“ nicht zustimmen. Und beim Gedanken, auf kirchlichen Grundstücken Zäune aufzustellen, verspürt der Bischof „schon körperlich den reinsten Widerwillen“.

Als Begründung führte Zsifkovics an, die Errichtung eines Grenzzauns zur Abwehr illegaler Einwanderer „widerspräche dem Geist des Evangeliums, der klaren Botschaft von Papst Franziskus an Europa“. Zudem habe man „in den vergangenen Monaten keine Anstrengungen gescheut hat, um Menschen auf der Flucht die Türe zu öffnen, ihnen ein Dach über dem Kopf, Würde und Herzenswärme zu geben“. Dass es sich bei den „Flüchtlingen“ überwiegend um Moslems handelt, scheint den Gutmenschen nicht zu stören.

In dieses gutmenschliche Gewäsch passt auch, dass Zsifkovics der burgenländischen Exekutive „Respekt und Dank“ zollt, weil diese in der Vergangenheit „Großartiges bei der konfliktlosen Bewältigung massenhafter Grenzübertritte“ geleistet habe. Der Bischof ist anscheinend glücklich darüber, dass im vergangenen Jahr die Exekutive beim Grenzübergang Nickelsdorf abertausende illegale Einwanderer aus islamischen Ländern einfach durchgewinkt hat.

 

[Text: B. T.; Bild: Diözese Eisenstadt/Gerald Gossmann]