Stolze 130 Millionen Euro (in alter Währung knapp zwei Milliarden Schilling) wird die bundesdeutschen Steuerzahler der G7-Gipfel am 7. und 8. Juni im oberbayerischen Schloss Elmau kosten. Das berichten die „Deutschen Wirtschaftsnachrichten“ auf ihrer Internetseite. Nach Angaben des bayerischen Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) seien diese „Demokratiekosten“ notwendig, um Gipfelteilnehmer zu schützen und friedliche Demonstrationen zu ermöglichen. Anlässlich des Treffens der Staats- und Regierungschef der sieben größten westlichen Industrienationen werden linksextreme Ausschreitungen und Krawalle befürchtet.

Kosten von immerhin sechs Millionen Euro kommen auf Österreich zu, weil die Alpenrepublik für Bayern die „Südflanke absichern“ muss. Schloss Elmau liegt nur wenige Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Dass Österreich in dem erlauchten Kreis der G7 nicht vertreten ist, spielt keine Rolle. Außerdem ist mit massiven Verkehrsbehinderungen zu rechnen, weil „während des Gipfels das Gebiet in Österreich und Deutschland so weit wie möglich vom Durchzugsverkehr freigehalten werden soll“, wie es seitens des Innenministeriums heißt.

Viel zu tun haben wird die Polizei auch zwischen 10. und 14. Juni. Dann nämlich findet in Telfs in Tirol, rund 20 Kilometer von Schloss Elmau entfernt, das diesjährige Bilderberg-Treffen statt. Laut Innenministerium werden bis zu 2.100 Polizisten im Einsatz sein, damit die Bilderberger ungestört über die Verwirklichung der „Neuen Weltordnung“ nachdenken können.

 

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B. T.

 

(Bild: Horemu/wikimedia.org)