Der von ihm verfügte vorläufige, auf 90 Tage befristete Einreisestopp für Bürger aus sieben islamischen Ländern hat US-Präsident Donald Trump viel Kritik eingebracht. Doch deutlich übers Ziel hinaus schießt der Gastronomiekonzern Starbucks, der weltweit Kaffehäuser betreibt. Starbucks-Chef Howard Schultz kündigte in einer auf der Internetseite des Unternehmems veröffentlichten Erklärung an, in den kommenden fünf Jahren in allen 75 Ländern, in denen Starbucks Filialen betreibt, insgesamt 10.000 Flüchtlinge einzustellen. Der den Grundsätzen der politischen Korrektheit verpflichtete Konzern beschäftigte 2015 weltweit insgesamt 238.000 Mitarbeiter und machte einen Umsatz von 19 Milliarden US-Dollar.

„Wir haben eine lange Tradition, junge Menschen anzustellen, die sich nach neuen Chancen und dem Weg für ein neues Leben rund um die Welt umschauen“, schreibt Schultz. Jungen Menschen, die zu den Einheimischen zählen, sollen offenbar weniger Chancen geboten werden. Zudem behauptet Schultz, dass durch die Maßnahmen Trumps der amerikanische Traum in Frage gestellt werde.

Überhaupt ist Schultz die Politik von Trump, die illegale Einwanderung zu bekämpfen, ein Dorn im Auge. In Bezug auf den angekündigten Bau einer Schutzmauer an der Grenze zu Mexiko schreibt Schultz, der im Wahlkampf die demokratische Kandidatin Hillary Clinton unterstützt hatte: „Baut Brücken, keine Mauern“.

In dieses Bild passt auch, dass sich der Starbucks-Chef für den Affordable Care Act, besser bekannt als „Obamacare“, starkmacht. Trumps erste Amtshandlung als Präsident war die Unterzeichnung von Dekreten, die sich gegen das von seinem Vorgänger Barack Obama eingeführte, in den USA höchste umstrittene Krankenversicherungsgesetz, richteten.

 

[Text: B. T.; Bild: Onar Vikingstad/wikimedia.org]