Seit 1833 gehören die Falklandinseln im Südatlantik zu Großbritannien, aber Argentinien hat seinen Anspruch auf die Inselgruppe nie aufgegeben. Daran konnte auch der verlorene Krieg 1982 (es fielen 649 argentinische Soldaten und 255 britische) um die Malvinas, wie Argentinien die Inseln nennt, nichts ändern. Nun hat Buenos Aires seinen Anspruch erneuert, und zwar in Form von Banknoten: Die Inseln zieren den neuen 50-Peso-Schein.

Argentiniens Zentralbankpräsident Alejandro Vanoli erklärte, mit der neuen Banknote werde das Ziel verfolgt, „den unerschütterlichen Anspruch der argentinischen Nation auf die Malvina-Inseln in ein Element des täglichen Gebrauchs einzubinden“. Und ein Sprecher von Staatspräsidentin Cristina Fernandez de Kirchner sagte: „Das ist eine Hommage an unsere Malvina-Inseln und alle, die für diese Sache ihr Leben gaben. Es wird jeden Argentinier täglich verpflichten, die Flammen der Liebe für unsere Inseln, die unsere sind und immer unsere sein werden, am Leben zu erhalten.“

Beim argentinisch-britischen Streit um die eher unwirtlichen Inseln geht es aber nicht nur um nationalen Pathos, denn in der Umgebung der Falklandinseln werden große Erdölvorkommen vermutet. Zudem liegt die Inselgruppe in einer geostrategisch wichtigen Lage.

 

B. T.

 

 

(Bild: bcra.gov.ar)