Am 27. März wird Geert Wilders von der niederländischen „Partei für die Freiheit“ auf Einladung der FPÖ in der Wiener Hofburg auftreten und über die „Gefährdung Europas durch den Islam“ referieren. Der ebenso populäre wie auch umstrittene niederländische Politiker war lange auf Distanz zu Österreichs Freiheitlichen. Seit den vergangenen EU-Wahlen allerdings ist er gemeinsam mit Marine Le Pens Front National, der FPÖ, der Lega Nord und dem Vlaams Belang in einer gemeinsamen fraktionsähnlichen Arbeitsgruppe im Europäischen Parlament.

Wilders, der ständig unter Morddrohungen lebt, ist einer der bestbewachten Politiker Europas, nachdem einer seiner politisch-ideologischen Vorgänger Pim Fortuyn ermordet wurde. Auch wegen der Ermordung des islamkritischen niederländischen Filmemachers Theo Van Gogh nimmt man die Morddrohungen gegen Wilders überaus ernst. Die österreichischen Sicherheitskräfte werden sich also beim Wilders-Besuch in der Hofburg auch einer besonderen Herausforderung gegenüber sehen.

In ultralinken politischen Kreisen innerhalb von SPÖ und Grünen scheint man gewillt zu sein, eine größere Protestbewegung gegen Wilders auf die Füße zu stellen – die Resonanz darauf ist vorläufig allerdings noch gering.

 

A. M.

 

 

(Bild: Rijksoverheid/Phil Nijhuis/wikimedia.org)