Enttäuscht zeigt sich der niederländische Europaabgeordnete und Islamkritiker Geert Wilders, dass die Staatsanwaltschaft Wien gegen ihn wegen Volksverhetzung und Herabwürdigung religiöser Lehren ermittelt. Es sei „besonders bitter, dass ausgerechnet in dem westlichen Land, wo vor einigen hundert Jahren der Westen gegen den Islam verteidigt wurde“, gegen ihn ermittelt werde, sagte Wilders. Damit meint der Niederländer die Belagerung Wiens durch das osmanische Heer 1683.

Der Zeitung „De Telegraaf“ sagte Wilders, die Ermittlungen der Wiener Staatsanwaltschaft seien ein Anschlag auf die Meinungsfreiheit und gegen ihn werde ein „legaler Dschihad geführt“. Wilders hatte Ende März bei einer Veranstaltung der FPÖ in der Wiener Hofburg islamkritische Äußerungen getätigt und wurde von Tarafa Baghajati, dem Obmann der Initiative Muslimische Österreicher, angezeigt.

 

B. T.

 

 

(Bild: Rijksoverheid/Phil Nijhuis/wikimedia.org)