Die Lage sei „sehr ernst“, denn Dschihadisten planen eine Ausweitung ihrer Aktivitäten in Europa, Russland, Zentral- und Südostasien, warnte der russische Präsident Wladimir Putin. „Extremisten aus vielen Ländern der Welt, unglücklicherweise auch aus europäischen Ländern, Russland und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten erhalten ideologische und militärische Ausbildung in den Reihen des IS“, erklärte Putin bei einem Treffen der Mitglieder der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit, des von Russland dominierten Militärbündnisses.

Mit Blick auf die USA rief Putin dazu auf, geopolitische Ambitionen beiseite zu legen und gemeinsam die IS-Terroristen zu bekämpfen: „Die Verantwortung für globale und regionale Sicherheit erfordert gemeinsame Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft, um eine solche Gefahr zu bekämpfen. Es ist notwendig, geopolitische Ambitionen beiseite zu legen und sogenannte doppelte Maßstäbe fallenzulassen, eine Politik, welche direkt oder indirekt einzelne Terroristengruppen zum Erreichen der eigenen Ziele, einschließlich des Sturzes von Regierungen oder Regimen, benutzt.“

Um einen weiteren Vormarsch des sogenannten Islamischen Staates zu stoppen, unterstützt Russland den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad auch militärisch. Denn der Kreml ist davon überzeugt, dass die Syrer nicht vor Assad fliehen, sondern vor den Mörderbanden des IS.

 

B. T.

 

 

(Bild: kremlin.ru)