Dass die Kulturszene linksversifft ist, ist hinlänglich bekannt. Doch auch der Sport – konkret Fußball – wird in der Bundesrepublik Deutschland immer mehr für parteipolitische Zwecke missbraucht. Vor allem, wenn es darum geht, gegen die Alternative für Deutschland (AfD) Stimmung zu machen. Jüngstes Beispiel ist Alexander Nouri, der Trainer des Bundesligisten Werder Bremen. Nach einer 3:4-Niederlage gegen Köln sagte der Deutsch-Iraner: „Ich mache mir schon Sorgen um gewisse Dinge in unserer Gesellschaft. Es gibt Entwicklungen, die ich nicht gutheißen kann, dazu gehört auch das Emporkommen der AfD.“

Außerdem sagte Nouri, er habe „nichts gegen das Wort Europa, ich bin ja nicht die AfD“. Auch überrascht es nicht, dass sich der in Buxtehude geborene deutsch-iranische Doppelstaatsbürger für Multikulti ausspricht: „Eine der wichtigsten Errungenschaften unserer modernen Gesellschaft war es, mehr Offenheit zu wagen und weniger Grenzen.“

Zuvor hatte schon Philipp Lahm, Kapitän von Bayern München, seine Popularität als Profifußballer in den Dienst der politischen Korrektheit gestellt: „Ich denke, was vermutlich die meisten von uns denken: Dass Deutschland nicht rechts werden darf, dass nicht die Falschen, die Populisten, mehr Macht bekommen dürfen.“ Lahm scheint also auch hellseherische Fähigkeiten zu besitzen. Wie sonst könnte der Gutmensch wissen, „was vermutlich die meisten von uns denken“.

 

[Text: B. T.; Bild: Screenshot Youtube]