Udo Landbauer kehrt also in den niederösterreichischen Landtag zurück, und zwar als Klubobmann. Die Kampagne hat also nicht gefruchtet. Selbst die Frau Landeshauptmann Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), die sich anfangs an der Seite von Bundespräsident Alexander Van der Bellens nahtlos in den Chor der politisch korrekten Vorverurteiler eingereiht hatte, lenkte nun ein und kündigte über ihren Klubchef eine „korrekte Zusammenarbeit“ an.

Nur Alexander Pollak von der linken NGO „SOS Mitmensch“, einer der Gralshüter der politischen Korrektheit im Lande, behauptet, Landbauer sei „nicht rehabilitiert“. Und eine weitgehend unbekannte NEOS-Politikerin versuchte, politisches Kleingeld zu wechseln, indem sie von Landbauers „moralischer Verantwortung“ sprach. Wenn schon nicht der Rechtsstaat greift, dann doch wenigstens die Moral, meinen die Linken.

Interessanter aber als jene der politischen Gegner ist die Reaktion der Medien auf die Rückkehr Landbauers, die ein klares Signal gegen Willkür und Vorverurteilung ist. Der „Kurier“ spricht von einer „Belastungsprobe von Schwarz-Türkis“, der „Standard“ konstatiert schon im Voraus gewohnt daneben: „Udo Landbauer hat nichts Positives für Niederösterreich beizutragen.“

Wo aber bleiben sie nun, die großen Schlagzeilen? Nicht ist geblieben, die Wahl ist geschlagen und der vermeintliche Skandal hat sich in Luft aufgelöst wie eine Seifenblase. Ein Verfahren gegen Landbauer gab es nie, er wurde bloß als Zeuge einvernommen. Und dennoch ist er zurückgetreten, wartend auf die endgültige Klärung der „Causa“ durch den Rechtsstaat.

[Text: A.L.; Bild: Wikipedia/MarleneK; Lizenz: CC BY-SA 4.0]