Seit mehreren Tagen beschäftigen sich die Medien mit einer linken Kaffeehausbetreiberin in Wien, bei der Wähler von Norbert Hofer unerwünscht sind. Nachdem sie dies nicht nur auf einer Tafel vor ihrem Betrieb verkündet hat, sondern auch noch stolz – mit Bild von ihr und der Tafel – im sozialen Netzwerk Facebook verbreitet hat, gingen die Wogen hoch.

Wahrscheinlich erhoffte sie sich für ihre Aktion Beifallsbekundungen von ihren linken Freunden, tatsächlich musste sie bisher eine gewaltige „Hasswelle“ – kein legitimer „Shitstorm“ wie von linker Seite – über sich ergehen lassen.

Nun wird sogar berichtet, dass sie Opfer rechter Übergriffe wurde. Die „Kronen Zeitung“ schrieb: „Am Dienstag schrie ein Gast die Kaffeehausbesitzerin an, er sei ‚nicht erwünscht‘, und trotzdem in eurem linken Lokal. Zuvor hatte der Randalierer die Toilette mit Papier verstopft. Trimmel will nun Anzeige erstatten. Aus Angst vor weiteren Attacken bewachen nun sogar Freunde der Betreiberin nachts das Lokal.“

Solch eine Berichterstattung würde man sich wünschen, wenn zuvor von der Antifa „geoutete“ vermeintliche Rechte an ihrem Arbeitsplatz von vermummten Personen belästigt werden, Verbindungshäuser verunstaltet werden, Ballgäste bespuckt oder Redaktionsräumlichkeiten von der linken Stiefeltruppe – wenn auch das falsche Haus – beschmiert wurden.

Doch das Bezeichnende am Fall der Kaffeehausbetreiberin ist der Wandel, der sich in unserer Gesellschaft vollzogen hat: Noch bei der letzten Nationalratswahl verkündete die Wiener Diskothek „Grelle Forelle“ heldenhaft, dass keine FPÖ-Wähler bei ihnen erwünscht seien, da wurden sie noch auf Facebook dafür „abgefeiert“ – dasselbe hat sich wohl die Inhaberin des Kaffeehauses „Fett und Zucker“ auch erhofft, dabei aber nicht damit gerechnet, dass es nicht gut ankommt, ein Drittel der Bevölkerung zu beleidigen und dass sich die Bevölkerung sogar offen traut, zu ihrer Meinung zu stehen und nicht vor der linken Jagdgesellschaft zurückschrecken.

 

[Text: W.-R. M.; Bild: Screenshot Facebook]