Wie eine Statistik der EU-Grenzschutzagentur Frontex zeigt, gibt es konkrete Anhaltspunkte dafür, dass massenhaft sogenannte Flüchtlinge die syrische Staatsbürgerschaft vortäuschen. Frontex hatte im Vorjahr die Angaben von 173.042 Einwanderern überprüft, die sich bei ihrer Ankunft in Griechenland als syrische Staatsbürger ausgaben. Insgesamt 14,2 Prozent davon erwiesen sich als falsch. Bei 8,6 Prozent handelte es sich vermutlich um Iraker, bei 2,5 Prozent um Palästinenser und bei einem Prozent um Marokkaner. Die restlichen 2,1 Prozent entfallen auf andere Nationalitäten. Insgesamt, so die Agentur, gaben sich fast 40 Prozent der nach Griechenland eingereisten Marokkaner als Syrer aus.

Für die Bundesrepublik Deutschland liegen in diesem Zusammenhang, auch dem Willkommenschaos der Kanzlerin geschuldet, erwartungsgemäß keine Zahlen vor. „Der Personenkreis von Migranten, die ohne Dokumentennachweis behaupten, die syrische Staatsangehörigkeit zu besitzen, und durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) als Staatsangehörige anderer Länder erkannt wurden, wird nicht betrachtet“, heißt es aus dem Innenministerium.

Bei einer Untersuchung BAMF, bei der geprüft wurde, wie viele Personen mit gefälschten Papieren versuchen, einen Asylantrag zu stellen, waren dies von den 100.000 untersuchten Dokumenten in den ersten drei Monaten diesen Jahres gerade einmal 412, wobei sich die Zahl bei einer genauen Untersuchung durch Experten im Urkundenlabor der Bundespolizei sowie in der Urkundenprüfstelle des Bundesamtes deutlich erhöhen dürfte.

Auch die Dunkelziffer ist nach wie vor erheblich. Laut Bundeskriminalamt wurden 2015 „461.627 erkennungsdienstliche Behandlungen im Rahmen von Asylantragstellungen von den zuständigen Stellen erhoben und in der europäischen Datenbank EURODAC verarbeitet und gespeichert“, wie die „Welt“ zitiert. Damit sind von der über eine Million „Flüchtlinge“, die letztes Jahr in die Bundesrepublik einreisten, noch Hunderttausende nicht erfasst. Zwar wird nach wie vor versucht nachzuregistrieren, um zu klären, wer überhaupt eingereist ist, aber ob dies überhaupt gelingt ist fraglich.

 

[Text: M. H.; Bild: ZZ-Archiv]