Wen wundert es, wenn Sammelklagen in den USA eingebracht werden. Dabei geht es zumeist um enorme Summen. Die Pharmaindustrie und kürzlich auch der Volkswagenkonzern können ein Lied davon singen.

Nun scheint es auch zu einer Sammelklage wegen politischer Unkorrektheit zu kommen. Wie der britische Guardian berichtet, wollen nun 60 ehemalige Mitarbeiterinnen des Internetriesen Google eine Sammelklage wegen Diskriminierung einbringen.

Anlass dafür war ein internes Schreiben eines EDV-Entwicklers.Darin hatte er gemeint, Frauen wären „biologisch weniger gut geeignet, in der Branche der Informationstechnologie erfolgreich zu sein“. Dafür wären sie in anderen Berufen besser als Männer. Dem Aufschrei in der Öffentlichkeit folgte sein Hinauswurf – durch seine weibliche Chefin – obwohl er betont hatte, die Ziele des Unternehmens, Frauen und Nicht-Weiße stärker zu fördern, durchaus unterstütze.

Die Sammelklage wird Google nun wohl einige hundert Millionen Dollar kosten.Sie werden es verkraften, vielleicht bewirkt diese Absurdität aber beim einen oder anderen ein Umdenken.Hierzulande werden immer wieder, auch nach Heinisch-Hosek (SPÖ) Quotenfrauen in Vorständen und Aufsichtsräten gefordert.

Wie absurd und schädlich für die Wirtschaft dieses Ansinnen werden kann, zeigt nicht nur der Fall Google auf, sondern sagt auch der reine Hausverstand. Wenn Führungsposten nicht mehr ausschließlich über die Qualifikation besetzt werden, sondern über die Geschlechtszugehörigkeit muss zwangsläufig das Niveau und die Qualität des Managements darunter leiden. Und da auch Männer Menschen sind und Frustration erleiden können, werden qualifizierte Kräfte, denen eine Frau wegen der Quote vorgezogen wurde das Unternehmen verlassen.

Ein doppelter Schaden also, den die political correctness hier anrichtet.Aber wer sagt, ob das nicht durchaus im Sinne der Erfinders ist.

 

[Text: W. T.; Bild: Fan Yang/wikimedia.org]