Österreich hat trotz hoher Steuersätze knapp 300 Milliarden Euro Staatsschulden. Kein Wunder, butterten die Sozialisten seit Kreisky, dem ein „paar Milliarden mehr Schulden weniger schlaflose Nächte bereiten als ein paar hunderttausend Arbeitslose“, das Geld ungezügelt durch alle Fenster hinaus auf den Ballhausplatz. Dabei vergaß unser sterblicher Helios geflissentlich, dass sich mit niedriger Steuerpolitik beides, sowohl Schulden als auch Arbeitslose, vermeiden lässt – geschenkt.

Jetzt aber, nach Jahrzehnten der Verschwendung, bietet sich endlich die Möglichkeit, von jenen Herrschaften, die die Republik über Jahre hinweg durch ihre verfehlte Wirtschaftspolitik auf Grund und Boden geschröpft haben, etwas zurückzuholen – und zwar auf ganz legalem Wege. Kleine Schritte führen bekanntlich auch zum Ziel.

Und zwar gibt es den Vorschlag, Abgeordneten pro geschwänzter Abstimmung bis zu 100 Euro vom Gehalt abzuziehen. Das käme bei Christian Kern und dem fleißigen Gewerkschaftsboss Wolfgang Katzian, der selten im Parlament anzutreffen ist, einer Vermögenspfändung aufs Existenzminimum gleich – sofern man von einer Haftungsbeschränkung absähe. Beide werden nämlich statistisch durch eine Fehlquote von 73,5 % (Katzian) bzw. 69,3 % (Kern) als faulste Abgeordnete unseres Landes ausgewiesen. Die Strafmaßnahme könnte als Stein des Anstoßes zur Budgetsanierung verstanden werden…

Dennoch kein schönes Bild, das unsere Arbeiterpartei ihrer Stammklientel da abgibt. Was sich der kleine Mann im Gemeindebau wohl denken wird – sofern er nicht schon längst zur freiheitlichen Alternative übergelaufen ist?

Doch wie man kürzlich aus roten Reihen hörte, will man im Grunde ja eh. Nur familiäre Umstände zwangen zur Abwesenheit. Kern habe „über Wochen am Kranken- und Sterbebett eines engsten Familienangehörigen verbracht.“ Schön und gut. Aber Prinzesschen Kern ist immer noch Nationalratsabgeordneter – weder Pizzabote noch Palliativmediziner.

Um das Gesicht nicht ganz zu verlieren, hätten wir einen Vorschlag zur Güte: Als Zeichen des guten Willens könnten unsere vertretungsunwilligen Volksvertreter als symbolische Geste der Besserung 73,5 % bzw. 69,3 % ihres bisher eingestreiften Gehaltes einem gemeinnützigen Zweck zuführen.

[Text: A.L.; Bild: Wikipedia.org/Manfred Werner Lizenz: CC BY-SA 3.0]