In Bosnien wird der Islamismus immer mehr zu einem Problem. In Zvornik stürmte ein Islamist eine Polizeistation und erschoss einen Polizisten und verletzte zwei weitere. Dabei rief er „Allahu akbar“ („Gott ist groß“). Nach Angaben des Internetportals „Nezavisne novine“ soll er mit dem Auto vor die Polizeistation in der ostbosnischen Stadt gefahren sein. Nachdem er daraufhin aufmerksam gemacht worden sei, dass dort das Parken verboten sei, begann er zu schießen, berichtete das Internetportal.

In Bosnien beginnt der fundamentalistische Islam seit längerem um sich zu greifen. Während des Krieges 1992 bis 1995 wurden moslemische Freischärler von Saudi-Arabien finanziell unterstützt. Auch kamen etliche Dschihadisten, die in Afghanistan Kampferfahrung gesammelt hatten, in den Balkanstaat, wo sie dann eingebürgert wurden. Saudi-Arabien finanzierte auch mit 28 Millionen US-Dollar den Bau der König Fahd-Moschee in Sarajewo, der größten Moschee am Balkan. Das Wüstenkönigreich will mit seiner Großzügigkeit seine Staatsreligion, den Wahabismus, der eine besonders rückwärtsgewandte und intolerante Auslegung des Islam ist, verbreiten. Und das durchaus mit Erfolg: So berichtete die „New York Times“ bereits Ende Dezember 2008, „vor dem Krieg waren (in Bosnien, Anm.) vollverschleierte Frauen nahezu unbekannt, heute gehören sie zum Alltag“.

 

B. T.

 

 

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