Ein im November 2016 zugewanderter Tunesier hatte nach den aktuellen Ermittlungen in seinen beiden Wohnungen bereits seit Wochen in Köln biologische Waffen hergestellt. Darunter das gefährliche, hochwirksame Gift Rizin. Bei Durchsuchung der beiden Wohnungen des Tunesiers und sechs weiterer Räume, zu denen er Zugang hatte, wurde eine Menge an Rizin vorgefunden, mit der nach Einschätzung der Experten bis zu 1000 tödliche Portionen hergestellt hätten werden können. Der Präsident des deutschen Verfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen, sprach in einem Interview mit der Rheinischen Post davon, dass „es nach den vorliegenden Ermittlungsergebnissen sehr wahrscheinlich sei, dass ein terroristischer Anschlag vereitelt werden konnte“. Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, ergänzte: „Das Gefahrenpotenzial, das von ihm (dem Tunesier, Anm.) ausging, war schon relativ hoch“.

Die Ermittlungen gehen weiter, bisher konnten keine Komplizen des Tunesiers ausfindig gemacht werden.

[Text: W.T.; Bild: Wikipedia/Bundesministerium des Innern/Sandy Thieme; Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Germany]