Der bekannte US-amerikanische Filmstar Steven Seagal hat den „großen Fehler“ begangen nicht mit den Wölfen der antirussischen Propaganda zu heulen. Das „Mutterland der Demokratie und Meinungsfreiheit“, die USA nehmen ihm das ebenso wie die gleichgeschalteten westlichen Medien übel. Offiziell greift man ihn an, weil er als böser Waffenlobbyist für den russischen Waffenhersteller Kalaschnikow in den USA fungieren sollte, ganz so als würde der Waffenhandel in Amerika zu den moralisch geächteten Wirtschaftsbereichen zählen.

Der wahre Grund ist aber wohl viel mehr die Tatsache, dass sich Seagal und Putin gegenseitig als Freunde bezeichnen. Noch schlimmer ist aber, dass der US-Schauspieler, der übrigens ein Meister des Aikido, einer ausgesprochen defensiven japanische Kampfkunst ist, Putin als großen Führer bezeichnet und die Eingliederung der Krim gutheißt. Jemand der so handelt landet nicht nur auf einer schwarzen Liste der ukrainischen Regierung, er wird auch sofort in den Westmedien verunglimpft. Eine eigenständige Meinung zu vertreten ist im Zeitalter in dem auf der einen Seite das „Gute“ herrscht und der Rest der Welt fast zur Gänze zur Achse der Bösen zählt, eben schwer geworden.

 

H. W.

 

 

(Bild: kremlin.ru/wikimedia.org)