Mit der Einwanderung importiert Österreich auch das Problem des Dschihadismus. Das zeigt ein Urteil des Grazer Straflandesgerichts, mit dem zwei mutmaßliche Dschihadisten zu – nicht rechtskräftigen – langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden. Mirsad O. alias Ebu Tejma fasste 20 Jahre aus. Der als (Hass-)Prediger tätig gewesene Bosnier wurde von den Geschworenen der Verbrechen der terroristischen und der kriminellen Vereinigung schuldig befunden. Mirsad O. Schuld wurde auch als erwiesen angesehen in Bezug auf die Anstiftung zu den terroristischen Straftaten Mord und schwere Nötigung.

Der Staatsanwalt warf Mirsad O. unter anderem vor, 13- bis 14-jährige Jugendliche einer „Gehirnwäsche“ unterzogen zu haben, und „seine Kernbotschaft war, der Islam ist durch den Jihad zu verbreiten“. Er gilt auch als eine der Schlüsselfiguren der dschihadistischen Szene in Europa und hat ausgezeichnete Kontakte zu Saudi-Arabien. Der Bosnier soll außerdem auch Dschihadisten an den IS vermittelt haben.

Der zweite Angeklagte, Mucharbek T., wurde ebenfalls in den Punkten terroristische Organisation und kriminelle Vereinigung sowie schwere Nötigung für schuldig befunden und zu einer zehnjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Der Tschetschene, der als Flüchtling nach Österreich gekommen war, soll in Syrien an Massakern des IS beteiligt gewesen sein.

Der Prozess gegen die beiden „Kulturbereicherer“ zeigt das Sicherheitsrisiko, das von der Einwanderung ausgeht. So fand der Prozess am Grazer Straflandesgericht unter gewaltigen Sicherheitsvorkehrungen – das Gerichtsgebäude glich einer Festung, es war die Cobra-Sondereinheit der Polizei im Einsatz – statt. Und für diese Sicherheitsvorkehrungen kommt letzten Endes der Steuerzahler auf.

 

[Text: B. T.; Bild: VOA/wikimedia.org]