Während Ungarn wegen seiner Maßnahmen zur Grenzsicherung innerhalb der EU von allen Mitgliedern getadelt wird, scheint ein derartiges Vorhaben von Seiten Israels niemanden zu interessieren. Dort soll nach den Wünschen der Regierung eine Sperranlage an der Grenze zu Jordanien entstehen. Zwar sei sein Land nicht gleichgültig gegenüber dem „tragischen Schicksal der Flüchtlinge aus Syrien und Afrika, aber wir sind ein sehr kleines Land ohne demografische und geografische Tiefe, weshalb wir unsere Grenzen kontrollieren müssen“, begründete der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu die geplanten Maßnahmen. Un Netanjahu weiter: „Wir werden nicht zulassen, dass Israel von einer Welle illegaler Migranten und von Terrorismus überschwemmt wird.“

Auch nach dem israelischen Verteidigungsminister Mosche Jaalon ist die derzeitige europäische Politik, alle Flüchtlinge aufzunehmen, ein großer Fehler, er sieht ebenso wie Netanjahu die einzige Möglichkeit in einer Abschottung der Grenzen. „Wir sehen in diesen Tagen, wie die Flüchtlinge Europa überfluten“, sagt Jaalon. „Das hätte uns auch passieren können, wenn wir Fehler gemacht hätten.“

 

 

M. H.

 

 

(Bild: joeskillet/Flickr)