Sollte es tatsächlich zu keiner Einigung zwischen CSU Innenminister Horst Seehofer und CDU-Kanzlerin Angela Merkel kommen, wollen die deutschen Grünen die Lücke füllen.

Nun, nachdem sie bei den ersten Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl, als es um die sogenannte „Jamaika-Koalition“ ging, durch den Rost gefallen sind, bringen sich die machtversessenen Grünen wieder ins Spiel.

Katrin Göring-Eckhardt, die Fraktionschefin der Grünen im deutschen Bundestag, hatte ihre entsprechende Bereitschaft jüngst erklärt:„Wenn es darum geht, einen Neuanfang zu starten mit einer humanitären und ordentlichen Asylpolitik, mit einer anderen Ökologiepolitik, dann können wir reden.“

Sie bekam nun Unterstützung von der Vize-Ministerpräsidentin von Schleswig Holstein, Monika Heinold, die in ein ähnliches Horn stieß: „Bei einem ernst gemeinten Angebot der CDU, einen Pro-Europa-Kurs zu fahren, bei einer humanen Flüchtlingspolitik und einer klaren Linie in Energie- und Klimafragen, sollten die Grünen bereit sein, ein Kenia-Bündnis aus CDU, Grünen und SPD im Bundestag zu unterstützen“.

Das bisherige und auch zu erwartende künftige Verhalten der CSU unter Horst Seehofer reduziert allerdings die Hoffnungen der Grünen.

Er wird schließlich seinen Ministerposten nicht verlieren wollen, nur um die bayerische Landtagswahl zu unterstützen. Selbst bei einem Minimalkompromiss wird das eintreten, was er immer schon gern machte: er wird wieder links abbiegen, nachdem er zuerst rechts geblinkt hat.

[Text: W.T..; Bild: Wikipedia/Zinneke; Lizenz: Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported]