Die Grünen kommen nicht zur Ruhe. Nach dem Veruntreuungsskandal um die grüne Studenten-Ex-Chefin Janine Wulz und das in die Verantwortung des grünen Landesrates Rolf Holub fallende Umweltfiasko des Kärntner HCB-Skandals muss sich die grüne Führung nun mit einem weiteren, wie sie es zumindest darstellt, Problem herumschlagen.

Der langjährige grüne Abgeordnete im Klagenfurter Gemeinderat, Reinhold Gasper hat für die Bürgermeisterwahlen am kommenden Sonntag eine Wahlempfehlung für den Freiheitlichen Klagenfurter Bürgermeister Christian Scheider abgegeben. „Er hätte mit Scheider gut zusammen gearbeitet“ begründete der seit 1985 im Klagenfurter Stadtparlament vertretene Gasper, und „hielte es für gut, wenn diese Zusammenarbeit fortgesetzt würde“.

Eine beachtliche politische Offenheit, die allerdings den sonst so auf „Weltoffenheit bedachten“ grünen Führern in Wien den Schaum vor den Mund treibt.“ Eine Wahlempfehlung für einen Exponenten der FPÖ sei völlig inakzeptabel“ erklärte etwa der grüne Bundesgeschäftsführer Stefan Wallner. Gegen Gaspar wurde umgehend ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet.

 

W. T.

 

 

(Bild: FPÖ)