In der heutigen Landtagssitzung hat der Wiener Grün-Abgeordnete Martin Margulies völlig die Kontrolle über sich verloren. In der Debatte über die aktuelle Asylkrise unterstellte er dem freiheitlichen Klubobmann Johann Gudenus Mordabsichten. „…sollen sie sie absaufen lassen, das wollen Sie anscheinend. Sie wollen, dass Kinder ertrinken. Sie wollen, dass Frauen ertrinken und Sie wollen, dass junge Menschen ertrinken. Wenn Sie sagen, sie sollen die Grenzen sichern, dann wollen Sie, dass diese Menschen ertrinken“, und „Ich glaube wenn man dem Kollegen Gudenus eine Waffe in die Hand drückt und ihn an die Grenze stellt würde er nicht zögern abzudrücken“, erklärte er zu den Vorwürfen der FPÖ, die Wiener Stadtregierung würde ihre Verantwortung der eigenen Bevölkerung gegenüber nicht ausreichend wahrnehmen.

„Mit dieser bewussten Abkehr von parlamentarischen und auch persönlichen Verhaltensformen stellen sich Margulies und seine Partei außerhalb des in Österreich gegebenen Demokratie-Rahmens“, erklärt dazu Wiens FPÖ-Landtagspräsident Johann Herzog, der diesen einzigartigen und unglaublichen grünen Eklat zum Abschluss der Legislaturperiode scharf verurteilt. Herzog: „Durch diese Ausfälle gerade von Margulies, der ja auch Vorsitzender des Gemeinderates ist, haben die Grünen eindrucksvoll ihr wahres Gesicht gezeigt. Das lässt tief auf den demokratischen Grundanstand dieser Partei schließen.“

Der freiheitliche Landesparteisekretär Toni Mahdalik prüft eine Klage gegen den grünen Abgeordneten.

 

W. T.

 

 

(Bild: Die Grünen Wien)