Von allen europäischen Staaten verfolgt Dänemark seit Jahrzehnten die „nachhaltigste“ Politik gegen Überfremdung und Unterwanderung. Dabei geht die Regierung in Kopenhagen sachkundig und EU-konform vor, sodass die EU-Kommissare nur hilflosen Groll gegen die königliche Regierung hegen können. Gewiss ist in Ungarn innerhalb einer kürzeren Zeitspanne „mehr“ passiert, in Tschechien ist zur Asylantenabwehr jetzt das Waffengesetz geändert worden, um die Volksbewaffnung zu ermöglichen und die Warschauer Staatsführung ist provokanter als die von Budapest.

Die bürgerliche Minderheitsregierung in Kopenhagen amtiert mit kurzen Unterbrechungen und hat in dieser Zeit ohne harte Maßnahmen – aber beharrlich – das Land „wetterfest“ gegen Überfremdung gemacht und die dänische Souveränität verteidigt. Während in Deutschland millionenfache illegale „Einwanderung“ möglich ist und die Betreffenden nach wenigen Jahren nach erfolgter Einbürgerung wahlberechtigt sind, haben die Regierungen der beiden Ministerpräsidenten Rasmussen (Anders Fogh und Lars Löcke) eine derartige Entwicklung frühzeitig unterbunden.

Vor einem Jahr beschwerte sich die europäische Linkspresse darüber, dass von den Bewerbern um eine dänische Staatsbürgerschaft 63 % durch den Prüfungstest fielen. Dabei ist die Einbürgerung nicht weiter schwer. Nach einem siebenjährigen Aufenthalt im dem nordischen Königreich (in dem man nicht mit dem Gesetz in Konflikt kommen darf) ist noch ein Wissenstest mit 40 Fragen (davon müssen nur 32 richtig beantwortet werden) zu bestehen, der das Basiswissen des dänischen Staatsbürgers abfragt und schon ist man ein „vollwertiger Danske“.

Die Antragsteller sollten sich schon etwas mit dänischer Geschichte und Kultur beschäftigt haben, bevor sie den Fragebogen ausfüllen.

Zudem sind ausreichend Kenntnisse der dänischen Sprache für den Alltagsgebrauch erforderlich. Alle Bewerber können sich auf 80 Seiten Vorbereitungspapier vieles bis auf ein paar aktuelle Fragen vorab aneignen. Die Bereitschaft dies zu tun, scheint wenig ausgeprägt zu sein. Wer das noch gründlicher machen möchte, kann ein Lehrbuch zur Vorbereitung mit 125 Seiten erwerben. Im letzten Jahr sank die Durchfallquote auf nur noch 50,2%.

 

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[Bild: Morten Haagensen/wikimedia.org]