An der Princeton University in den USA ist eine Kampagne gegen den früheren Rektor und späteren Präsidenten Woodrow Wilson im Gange. Eine Gruppe namens „Black Justice League“ verlangt, dass sein Name von allen Gebäuden und Instituten gelöscht wird. Davon betroffen ist z. B. die Woodrow Wilson School of Public and International Affairs der Princeton-Universität. Als Begründung wird angeführt, Wilson sei ein schlimmer Rassist und Bewunderer des Ku-Klux-Klans gewesen.

Zu Wilsons „Sündenregister“ wird angeführt, dass er 1909 einem schwarzen Studenten abriet, sich an der Universität zu bewerben und gesagt habe, „insgesamt ist es für einen farbigen Mann nicht zu empfehlen, nach Princeton zu gehen“. Und 1918 soll er im Weißen Haus zu afroamerikanischen Führern gesagt haben, „wir müssen alle miteinander Geduld haben“, und „die menschliche Natur macht keine riesigen Fortschritte in einer einzigen Generation“. Aussagen wie diese zeigen, dass Wilson weniger ein Rassist als vielmehr ein Kind seiner Zeit gewesen ist.

Wilson, der 28. Präsident der Vereinigten Staaten, wurde 1919 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet und gilt als Vater des Selbstbestimmungsrechts der Völker. Vor allem aber legte Wilson 1917 mit dem Kriegseintritt der USA aufseiten der Entente gegen das Deutsche Reich den Grundstein, dass die Vereinigten Staaten das British Empire als dominierende Weltmacht ablösen konnten.

 

 

Text: A. M.
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