„Lieber männlicher Geflüchteter, vermutlich in meinem Alter. Vermutlich ein paar Jahre jünger. Ein bisschen älter. Es tut mir so unfassbar Leid! (…) Aber ich fürchte, du bist hier nicht sicher. Brennende Flüchtlingsunterkünfte, tätliche Angriffe auf Refugees und ein brauner Mob, der durch die Straßen zieht. (…) Für uns beide tut es mir so unglaublich Leid. Du, du bist nicht sicher, weil wir in einer rassistischen Gesellschaft leben. Ich, ich bin nicht sicher, weil wir in einer sexistischen Gesellschaft leben.

Aber was mir wirklich Leid tut, ist der Umstand, dass die sexistischen und grenzüberschreitenden Handlungen, die mir angetan wurden, nur dazu beitragen, dass du zunehmendem und immer aggressiverem Rassismus ausgesetzt bist. Ich verspreche dir, ich werde schreien. Ich werde nicht zulassen, dass es weiter geschieht. Ich werde nicht tatenlos zusehen und es geschehen lassen, dass Rassisten und besorgte Bürger dich als das Problem benennen. Du bist nicht das Problem. Du bist überhaupt kein Problem. Du bist meistens ein wunderbarer Mensch, der es genauso wie jeder andere verdient hat, sicher und frei zu sein. Danke, dass es dich gibt – und schön, dass du da bist.“

Der obige Auszug aus einem Facebookschreiben von Selin Gören, Vorsitzende der „Linksjugend Solid“, spiegelt auf den ersten Blick eigentlich nur das „normale“ Weltbild der Willkommensklatscher wieder. Einziger Unterschied ist hier, dass Gören ihr Schreiben an jene „Flüchtlinge“ richtet, welche sie wenige Monate zuvor vergewaltigt hatten. Anfänglich behauptete die Linke, dass sie nicht von Ausländern vergewaltigt wurde, und behauptete es wären Einheimische gewesen, nur um den – von ihr so gehassten – „besorgten Bürgern“ nicht noch Öl ins Feuer zu gießen. Der Fall von Gören, welche ihr eigenes Martyrium verschwieg bzw. verharmloste ist aber kein Einzelfall…



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[Bild: Metropolico.org/flickr]