Der Kärntner Schriftsteller Josef Winkler, dessen literarische Absonderungen auf mäßiges Publikumsinteresse stoßen, hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten durch besonders aktive Agitation gegen den freiheitlichen Bundespräsidentschaftskandidaten Norbert Hofer ausgezeichnet. Erst dieser Tage hat der geradezu fanatische Van der Bellen-Unterstützer Hofer in einer Leserzuschrift in Kärntens größter Tageszeitung mit der Schlange „Kaa“ aus dem Dschungelbuch verglichen. Hofers Freundlichkeit sei wie jene dieses tückischen Tiers, aufgesetzt und höchst gefährlich. Zwischen den Zeilen ließ der Kärntner Literat durchklingen, dass man derlei tückisches Natterngezücht wohl zertreten müsse.

Nun ist Winkler offenbar in den Rang eines Staatsdichters aufgestiegen, wird doch sein „Vorlass“ – was auch immer das sei – für eine knappe halbe Million Euro zu gleichen Teilen von der Kärntner Landeshauptstadt und dem Land Kärnten aufgekauft. In Zeiten, in denen die Kärntner Bevölkerung Hypo-bedingt mit schärfsten Einbußen im Sozialbereich leben muss, kann diese offenbar politisch motivierte Förderung des Herrn Staatsdichters nur als besonderer Affront betrachtet werden.

 

[Text: A. M.; Bild: Manfred Werner – Tsui/wikimedia.org]