Der Stadtrat von Hamtramck, einer rund 24.000 Einwohner zählenden Kleinstadt im US-Bundesstaat Michigan, ist nun in moslemischer Hand. Bei der kürzlich erfolgten Wahl wurden vier Mohammedaner in das sechsköpfige Gremium gewählt. Wie Saad Almasmari, einer der neuen Stadträte dem Nachrichtensender RT sagte, sprachen die moslemischen Kandidaten auch bewusst nichtislamische Wähler an: „Wie baten jeden im Hamtramck unabhängig von seiner Religion und Hautfarbe für uns zu stimmen“. Mit dieser Kampagne sollte politisch korrekt gezeigt werden, dass Multikulti doch funktioniere.

Hamtramck (ausgesprochen Ham-tram-ik) ist ein Paradebeispiel, wie sich durch Zuwanderung die ethnische Zusammensetzung einer Gemeinde verändern kann. So waren 1970 noch rund 90 Prozent der Einwohner Hamtramcks, das eine Nachbargemeinde der ehemaligen Automobilmetropole Detroit ist, polnischer Abstimmung. Sie siedelten sich ab 1914 in der Stadt an, nachdem der Autobauer Dodge eine Fabrik eröffnet hat. Zuvor war die Mehrheit der Bewohner von Hamtramck deutscher Abstammung.

Heute sieht die ethnische Zusammensetzung ganz anders aus: Heute sind 24 Prozent der Einwohner arabischer Herkunft, von denen die meisten aus dem Jemen stammen. 15 Prozent stammen aus Bangladesch, und sechs Prozent aus dem früheren Jugoslawien, die meisten aus Bosnien. 19 Prozent der Bewohner sind Schwarze, während jene polnischer Abstammung nur mehr zwölf Prozent ausmachen. Insgesamt werden in Hamtramck mehr als 30 Sprachen gesprochen.

 

 

Text: B. T.
Bild: Andrew Jameson/wikimedia.org