Wenige Monate vor dem Ende seiner Amtszeit ist Bundespräsident Heinz Fischer zu einem Staatsbesuch nach Kuba aufgebrochen. Es ist nicht das erste Mal, dass Fischer die kommunistische Diktatur besucht. Bereits 1980 reiste Fischer, wie die „Kronenzeitung“ berichtet, nach Kuba, wo er sich – angeblich im Auftrag des damaligen Bundeskanzlers Bruno Kreisky –mit Diktator Fidel Castro traf.

Überhaupt scheint das Staatsoberhaupt einen Hang zu kommunistischen Diktaturen zu haben. Im Jahr 1973 wurde Fischer Obmann-Stellvertreter der neugegründeten „Gesellschaft für die Förderung der Beziehungen zur Koreanischen Volksdemokratischen Republik“. Nach eigenen Angaben ist Fischer in den 80er Jahren aus diesem Verein wieder ausgetreten, aber eine Meldung der APA vom 15. Juli 1994 (APA385 1994-07-15/15:37) anlässlich des Todes des Diktators Kim Il Sung lässt auf anderes schließen: „Auch die österreichisch-koreanische Freundschaftsgesellschaft, deren Präsidium Nationalratspräsident Heinz Fischer angehört, brachte ihre ‚tief empfundene und respektvolle Anteilnahme‘ an dem schweren Verlust zum Ausdruck.“ Kim Il Sung errichtete und führte über Jahrzehnte eine der grausamsten Diktaturen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Während Fischer ohne viel Aufsehen seine ideologischen Freunde besuchen kann, verhält es sich hingegen völlig anders, wenn freiheitliche Politiker ihnen nahestehende Staaten besuchen. Erinnert sei nur an die mediale Hysterie, als etwa Vertreter der FPÖ als Wahlbeobachter auf die Krim reisten, um die Volksabstimmung über die Wiedervereinigung mit dem russischen Mutterland zu beobachten.

 

[Text: B. T.; Bild: Screenshot Krone]