Warum schreiben Blätter wie „Heute“ von einem verwirrten Motiv? Er gab bei der Polizei zu Protokoll, das Linzer Ehepaar ermordet zu haben, um ein Exempel an der Gesellschaft und der FPÖ zu statuieren. Natürlich meinte er mit Gesellschaft uns Österreicher die er, ebenso wie die FPÖ, als ausländerfeindlich sieht. Warum wurde dann das Verbrechen – dem Mörder wurde Zurechnungsfähigkeit bescheinigt – nicht als Hassverbrechen gewertet?

Man stelle sich vor, ein Österreicher hätte einen Tunesier getötet, weil er diese Einwanderer nicht mag. Nicht nur, dass ein Aufschrei durch die versammelte Gutmenschenmeute zu erwarten wäre, hätte man natürlich sofort von einem Hassverbrechen geschwafelt. Aber seltsamerweise gibt es diese offensichtlich nur in einer Richtung, wenn man etwa den Eintrag des „Weißen Ring“ zu diesem Thema Hassverbrechen betrachtet: „Angriffe gegen Migrant/inn/en, Flüchtlinge, Menschen mit Behinderungen, Angehörige bestimmter Religionen, Obdachlose, Schwule, Lesben, Transgender-Personen, Hass-Postings im Internet, Shitstorms gegen Frauen – weltweit steigen rassistisch, antisemitisch oder ausländerfeindlich motivierte Straftaten dramatisch an.“ Keine Rede ist hier von Verbrechen gegen Inländer, obwohl man mittlerweile weiß, dass so manche Vergewaltigung gerade deshalb geschieht, weil viele Moslems unser Frauen als Huren betrachten. 

Der syrische Politikwissenschaftler Bassam Tibi sagt ganz deutlich: Die sexuellen Übergriffe richteten sich nicht primär gegen die Frauen, sondern gegen die deutschen Männer und gegen die hiesige Gesellschaft. Warum ist der Doppelmord von Linz also kein Hassverbrechen? Die Tat ist doch von dem Täter selbst als Exempel gesehen worden und der „Weiße Ring“ sagt selbst, „Hasskriminalität sind sogenannte Botschaftsverbrechen“. Aber auf seiner Homepage entlarvt die Organisation sogleich die Verlogenheit dieses Begriffes, wenn erklärt wird: „Neben den oft gravierenden persönlichen Folgen für die Opfer (physische, psychische und materielle) sind Hassverbrechen immer auch Angriffe auf die pluralistische Gesellschaft, den Rechtsstaat und die Menschenrechte.“ Aha, die beiden Floskeln von der „pluralistischen Gesellschaft und den „gottgegeben“ Menschenrechten sagen alles, woher der Wind weht. Religiös motivierte Angriffe gegen weiße Frauen und selbst Morde an Einheimische haben also nichts mit Hass zu tun.  

[Text: H.W.; Bild: wikipedia.org/Plani ; Lizenz: -]