Es ist ein altbekanntes Schema, immer dann, wenn die freiheitliche Opposition auf einen Wahlerfolg zusteuert, die Faschismuskeule auszupacken und mit medialen Diffamierungskampagnen zu starten. So war es vor mehr als drei Jahren der damalige freiheitliche EU-Spitzenkandidat Andreas Mölzer, und nun scheint es der blaue Nationalratsabgeordnete Johannes Hübner zu sein, gegen den zum Halali geblasen wird. Bei Hübner geht es um eine Aussage, die er angeblich vor mehr als einem Jahr bei einem Vortrag getätigt haben soll.

Bei diesem Vortrag ging es um eine Kontroverse zwischen den Staatsrechtlern Hans Kelsen und Carl Schmitt in der Zwischenkriegszeit, wobei Schmitt Kelsen als „Hans Kohn“ bezeichnet haben soll, was laut dem renommierten Rechtsextremismusexperten des DÖW, Andreas Peham, ein „antisemitischer Code“ sei, den Hübner benutzt haben soll.

Dem Vernehmen nach soll der Altmeister der Antisemitismusforschung, Univ.-Prof. DDr. Heribert Schiedel, der an einer renommierten Universität im Nahen Osten lehrt, die Existenz dieses Codes generell infrage stellen. Inwieweit der Gelehrtenstreit zwischen Peham und Schiedel auf die anlaufende Anti-FPÖ-Kampagne Einfluss haben wird, bleibt abzuwarten.

Tatsache ist jedoch, dass eine Anti-FPÖ-Kampagne, wie etwa in der Vergangenheit gegen Andreas Mölzer, von den linken Medien vorangetrieben wird und durch die antifreiheitlichen Aussagen politisch korrekter Bedenkenträger verstärkt werden. Kein Wunder, dass Bundespräsident Alexander VdB, der Bundeskanzler und natürlich der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Hübners Rücktritt gefordert haben. Ob sich die FPÖ-Spitze davon wird beeindrucken lassen, bleibt abzuwarten.

 

[Text: F.-X. S.; Bild: gemeinfrei/wikimedia.org]