Ex-Bundespräsident Heinz Fischer meldete sich zum Tod des kubanischen Diktators Fidel Castro zu Wort. „Ich bin Fidel Castro zum ersten Mal im Jahr 1980 in Havanna begegnet und war von seiner Persönlichkeit und seiner Ausstrahlungskraft, die er sich bis ins hohe Alter bewahrt hat, sehr beeindruckt. Die Nachricht vom Tode Fidel Castros hat mich menschlich sehr berührt, und ich möchte seinem Bruder Raul Castro und dem kubanischen Volk meine aufrichtige Anteilnahme zum Ausdruck bringen.“

Weiters schwadroniert Fischer von einer Persönlichkeit Castros und seiner Revolution, die „nicht nur in Kuba, sondern weltweit Aufsehen erregt und auch viel Zustimmung gefunden“ haben. Massenmorde und kommunistischer Terror bleiben bei Fischers Aussendung unerwähnt. Lediglich der Hinweis, dass „das historische Gesetz, das Revolutionen in den allermeisten Fällen zu neuen autoritären Strukturen führen“, sich auch in Kuba bewahrheitet hat, kommt Fischer über die Lippen, womit „autoritär“ wohl eine etwas euphemistische Bezeichnung für die von Fischer hofierte rote Diktatur ist. Pikantes Detail am Rande: Die Aussendung wurde via Österreichische Präsidentschaftskanzlei getätigt und das, obwohl Fischer schon seit Monaten nicht mehr Bundespräsident ist.

 

[Text: M. H.; Bild: Ausriß krone.at]