Bernd Lucke, ehemaliger Vorsitzender der Alternative für Deutschland (AfD), hat nach seiner Entmachtung beim jüngsten Parteitag eine neue Partei mit dem Namen „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“ (ALFA) gegründet. Doch möglicherweise wird der Wirtschaftsprofessor seine Liste bald umbenennen müssen. Denn das Kürzel „ALFA“ verwendet bereits die Aktion für Lebensrecht für Alle e.V., ein Verein von Abtreibungsgegnern. Und die Lebensschützer prüfen nach Aussagen der Vorsitzenden der Aktion für Lebensrecht, Claudia Kaminski, „rechtliche Schritte gegen die Partei wegen der Namensgebung“.

Der „Zeit Online“ sagte Kaminski: „Die Vorgehensweise der Partei ist für uns völlig unverständlich.“ Bevor man einen Namen wählt, müsse man sich heutzutage gründlich informieren, ob er anderweitig genutzt wird, sagte Kaminski. „Das hat Bernd Lucke offensichtlich nicht getan.“ Der Verein, der nach eigenen Angaben 11.000 Mitglieder hat, will nach den Angaben seiner Vorsitzenden nicht mit einer Partei verwechselt werden und befürchtet einen Rufschaden.

 

B. T.

 

 

(Bild: Allianz für Fortschritt und Aufbruch/wikimedia.org)