Am Freitag wird das amtliche endgültige Ergebnis der hessischen Landtagswahl vom 28. Oktober verkündet. Und es könnte noch Änderungen geben. Denn einerseits liegen laut vorläufigem Endergebnis die Grünen mit nur 94 Stimmen Vorsprung vor der SPD auf Platz zwei, und andererseits gab es bei der Stimmenauszählung auffallend viele „Pannen“, vor allem in Frankfurt am Main. Über die Zustände bei der Stimmauszählung, die an eine Bananenrepublik in der Dritten Welt erinnern, schreibt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“: „So wurden die Ergebnisse von Parteien vertauscht, Zahlen verdreht und Stapel mit Stimmzetteln bei der Auszählung vergessen.“

Wie Medien berichten, wurden in der größten Stadt des Bundeslandes Hessen von insgesamt knapp 271.000 Stimmen 900 Stimmen „falsch“ zugeordnet. Laut „Frankfurter Rundschau“ musste in 81 der 373 Frankfurter Wahlbezirke das Ergebnis nachträglich korrigiert werden, in 28 Bezirken musste sogar neu ausgezählt werden. Und in sechs Bezirken war das Ergebnis „nur geschätzt worden“, was ein düsteres Licht auf bundesdeutsche Demokratie wirft. 

Bei genauerem Hinsehen ist aber fraglich, ob es sich bei der falschen Stimmenauszählung tatsächlich um „Pannen“ handelt. Eher ist davon auszugehen, dass es Methode hat. Wie Ramin Peymani im konservativen Blog „Achse des Guten“ schreibt, sei die CDU durch die Falschauszählungen am stärksten benachteiligt worden, aber auch auf FDP und AfD „hatte es so mancher abgesehen“. So habe es auffällige Diskrepanzen zwischen benachbarten Stimmbezirken gegeben, in denen die AfD manchmal mehr als zehn Prozent und mal fast gar keine Stimmen erhalten habe. Und wenn CDU, FDP und AfD bei der Stimmenauszählung offenkundig benachteiligt wurden, dann lässt das nur einen Schluss zu: SPD, Linke und Grüne wurden bevorzugt.

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia/Alexander Hauk; Lizenz: gemeinfrei]