US-Präsident Donald Trump erklärte vor der UNO-Vollversammlung in New York: „Seit Präsident Monroe (1823, Anm.) weisen wir jede äußere Einmischung zurück (…), wir weisen die Globalisierung zurück. Macht unsere Nationen größer! Die Zukunft gehört dem Patriotismus“. Derartige Worte sind natürlich Männern wie den zeitgeistigen französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron, der dem Internationalismus huldigt, ein Dorn im Auge. Seine Antwort war daher typisch für das politisch korrekte und gleichzeitig verlogene Establishment westlicher Prägung: „Ich überlasse die Souveränität der Völker nicht den Nationalisten, denn ihre Souveränität kann die Universalität unserer Werte, die Menschenrechte, nicht infrage stellen“.

Das sagt ein Präsident eines Landes, das selbst gerne seine Fremdenlegion etwa in Afrika für seine ureigensten Interessen einsetzt. Außerdem verschweigen die meisten Medien, die die Worte Macrons gegen Trump als so mutig bejubeln, dass er wohl damit auch versucht, seine radikal sinkende Popularität in seinem eigenen Land zu kaschieren. Er ist immerhin von 62 Prozent Zustimmung auf 29 Prozent gefallen. Da ist ihm Herr Trump trotz seiner ebenfalls gefallenen Zustimmungswerte mit immerhin 48 Prozent trotzdem noch immer deutlich überlegen.

[Text: H.W.; Bild: Wikipedia/Remi Jouan; Lizenz: CC BY 4.0]