Einen ungewöhnlichen Vorschlag hat die rechtskonservative Dänische Volkspartei (DF) an die sozialdemokratisch-liberale Regierung gerichtet. Der Staat solle Moslems, die sich vom Islam lossagen wollen, sich aber vor islamischen Fanatikern fürchten, Hilfe anbieten. „Wir haben viele Fälle gesehen, in denen Leute dem Islam dem Rücken kehren wollen, aber dabei Probleme haben oder sich nicht trauen, weil sie Vergeltungsmaßnahmen von bestimmten Gruppen innerhalb der moslemischen Gemeinschaften in Dänemark fürchten“, sagte der DF-Immigrationssprecher Martin Henriksen der Zeitung „Politiken“.

Deshalb forderte der Politiker der DF, die in Umfragen bei knapp 20 Prozent liegt, dass man diesen Leuten eine Auswegstrategie anbieten müsse. Wenn jemand entscheide, dass er nicht länger Moslem sein möchte, „sollte es einen Ort geben, wo er Unterstützung bekommt“. Die linke Regierung in Kopenhagen erteilte dem Vorstoß der Dänischen Volkspartei mit dem Hinweis auf die herrschende Religionsfreiheit eine prompte Absage und erklärte, Henriksens Idee sei „grotesk“ und „undänisch“.

Dänemark hat seit Jahren ein Problem mit integrationsunwilligen und fanatischen Moslems. Die Dänische Moslempartei behauptet, dass das nordeuropäische Königreich der erste islamische Staat in Europa sein werde.

 

B. T.

 

 

(Bild: twitter.com/Dick Hoogendijk)