Auch wenn am Sonntag Abend noch nicht sicher war, wer am Ende tatsächlich in die Hofburg einzieht, ist eines jetzt schon klar: Mit dieser Wahl sind die Freiheitlichen endgültig in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Deutlich über zwei Millionen Österreicher haben nämlich ihr Kreuz beim bekennenden Freiheitlichen Norbert Hofer gemacht, der auch in seinem Wahlkampf nie ein Hehl aus seinen freiheitlichen Positionen gemacht hat.

 Ein historischer Tag also für die FPÖ, der damit auch so etwas wie eine Zeitenwende für Österreich bedeutet – und das unabhängig davon, ob letztlich ein grüner Kryptokommunist in die Hofburg einzieht. Denn dieser eventuelle Sieg für van der Bellen wurde nur mehr mit der geballten Medienmacht und all ihrer manipulativen Kraft möglich, und könnte sich letztlich als Pyrrhus-Sieg entpuppen. Gerade in Hinblick auf die nächste Nationalratswahl ist nämlich eines klar geworden: Die beiden Systemparteien SPÖ und ÖVP werden bei weitem nicht mehr in der Lage sein, das Land zu regieren, ihre Machtausübung wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Ende finden.

 

[Text: F.-W. M.; Bild: FPÖ]